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Im Jahr 1984 blickt der Turnverein e. V. Anlässlich seines 100jährigen Bestehens auf eine erfolgreiche und bewegte Vergangenheit zurück.  Es gab viele Höhepunkte und auch Tiefen.  Die nachfolgenden Ausführungen können nur ein Auszug aus seiner 100jährigen Geschichte sein.  Das neunzehnte Jahrhundert ist als Epoche der Turnbewegung zu bezeichnen.  Friedrich Ludwig Jahn, der Begründer der deutschen Turnbewegung erkannte die Notwendigkeit von Turnen und Leibesübungen.   Turnen als Willensschule zur Formung von Körper und Geist.  Es war daher verständlich, daß auch in Großkrotzenburg beherzte Männer sich diese Ziele zu eigen machten, und im Jahre 1884 den Turnverein gründeten.  Ein lebhafter Turnbetrieb setzte ein; 1885 kam bereits ein Spielmannszug dazu.

Im Jahre 1890 erlebte der Verein seine Fahnenweihe.  Die Fahne als Symbol, hinter die sich die Turner bei Festen und sonstigen Anlässen scharten.

1899 trat der Turnverein durch ein Waldfest in die Öffentlichkeit.  Der Verein organisierte sich im Turnverband "Maingau".  Im Jahre 1902 löste man sich von diesem Verband und trat dem Turnverband "Maintal" bei, dem der Verein bis zum Jahre 1933 angehörte.   

Im Maintalgau rechnete der Verein zu den führenden Vereinen.  Das Vereinsleben entwickelte sich stetig weiter.  Der erste Weltkrieg machte jedoch viele Hoffnungen und Ziele des Vereins zunichte.  Der Verein konnte sich von den harten Schlägen und Verlusten nur allmählich erholen.  Der Turnbetrieb wurde wieder aufgenommen.   Man hatte seinerzeit nur einfache Sportstätten, meistens die Gärten von Gasthäusern. im Winter mußte man in Säle ausweichen. 

 

Der Turnverein im Jahre 1902

 Hier konnte der Turnbetrieb nur unzulänglich ausgeführt werden.  Mehr und mehr wuchs die Sehnsucht nach einer vereinseigenen Turnhalle.:   Es muß erwähnt werden, daß der Verein bereits 1920 über eine gute Geräteturner-Riege verfügte.  Im Jahre 1923 wurde die Frauenriege gegründet.Im Jahr 1924 fand auf den Mainwiesen das Gauturnfest statt.  Das gab dem Verein einen erneuten Auftrieb.  Im gleichen Jahr entschloß man sich zum Bau der Turnhalle

Der Verein hatte nunmehr eine Stätte für einen geordneten turnerischen und sportlichen Betrieb.  Darüber hinaus entfaltete sich das gesellige und kulturelle Leben im Verein.  Die verschiedensten Feiern konnten durchgeführt werden, Gerätewettkämpfe wurden veranstaltet.  Und im Winter widmete man sich auch 'dem Theaterspiel.  Die Jahre 1925 - 1933 dürfen als erfolgreiche Jahre der Vereinsgeschichte angesehen werden.  Der Verein bot in diesen Jahren eine breite Palette der Betätigungen an.  Neben dem Geräteturnen waren auch die Leichtathleten (früher Volksturner) in den Mittelpunkt getreten.  Alle Abteilungen spielten im Maintal-Turngau eine beachtliche Rolle.   Belebend wirkte sich die Tätigkeit des Spielmannszuges.

Im Jahr 1933, als Jahr des Umschwungs und der Gleichschaltung bezeichnet, wurde der Verein dem Turngau Main-Kinzig zugeordnet.  Sein erstes Auftreten mit Geräteturnern, Frauenriege, Leichtathleten und Musterriege war erfolgreich und überzeugend.Es sei noch erwähnt, daß man seinerzeit auch mit dem Bau eines Sportplatzes in der Schachenwiese begann, der dem Handballspiel diente.In den weiteren Jahren, insbesondere 1936 - Olympiade in Berlin und 1938 Deutsches Turn- und Sportfest in Breslau, kam es im Verein zu neuen Höhepunkten.In dieser Zeit suchte man die Eigenständigkeit des Turnvereins zu unterdrücken.  Von außen her kamen Bestrebungen des Zusammenschlusses mit anderen Sportvereinen.

Wirtschaftlich erlebte der Verein gewisse Einschränkungen, indem man Veranstaltungen in der Turnhalle nicht mehr genehmigte.  Das erlahmte die Aktivität der Mitglieder. 

Turnriege 1928 : Karl Albert, Karl Funk, Wilhelm Bermann, Georg Schaak, August Bergmann, Jakob Merget, Fritz Bergmann, Karl Bergmann
 

Mit dem Ausbruch des 2.Weltkrieges begann der Niedergang des Vereins.  Durch die Einberufungen der Aktiven wurde das Vereinsleben entscheidend gelähmt.  Die Folge war, daß man sich mit dem Gedanken der Auflösung des Vereins befaßte.  Hinzu kam, daß aus wirtschaftlichen Zwängen heraus die Turnhalle an die Gemeinde verkauft werden mußte.Doch in der letzten Versammlung war man davon überzeugt, daß die Auflösung nur eine vorübergehende sein konnte.  Nach Ende des Krieges muß es wieder weitergehen, das war das Vermächtnis der Männer, die seinerzeit die Geschicke des Vereins zu leiten hatten; das war im Jahre 1941.

Es würde zu weit führen, wollte man alle Turner und Turnerinnen mit ihren Erfolgen bei Turnfesten und sonstigen sportlichen Veranstaltungen namentlich aufführen.  Das gleiche gilt für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter im Turnrat und im Vorstand.  In der Festschrift zum 7 5 jährigen Jubiläum ist dies ohnehin hinreichend geschehen.

Der Turnverein war in jeder Zeit geschätzt und geachtet.   Im Gemeinwesen stellte er einen entscheidenden Faktor dar.  In jeder Epoche der Vereinsgeschichte gab es Männer und Frauen, die ohne Rücksicht auf Stand, Parteien, Rassen, Konfessionen und Alter sich den hehren Zielen der Turnbewegung verschrieben haben.  Sie alle waren von dem Gedanken beseelt.  Das Verlangen nach Gesundheit durch Turnen und Sport.  Es bestand die Sehnsucht nach dem Schönen und der Wunsch, fröhliche und freie Menschen zu formen und der Gemeinschaft zu dienen.

Die Turnhalle vor dem 2. Weltkrieg

Die Zeit nach dem .2 Weltkrieg

Die furchtbaren Auswirkungen des zweiten Weltkrieges und der ersten Nachkriegsjahre hinterließen auch beim Turnverein ihre Spuren. 19 Mitglieder kehrten nicht mehr zurück, und viele mußten harte Jahre in der Gefangenschaft verbringen.  Die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse und die Bestimmungen der Militärregierung verzögerten die Neugründung des Vereins.  Die Idee des Turnens blieb jedoch wach, und sobald sich die Verhältnisse etwas gebessert hatten, dachten viele treue Mitglieder an eine Wiedergründung.  Nach vielen Vorbesprechungen war es endlich soweit, und am 22.  Juli 1950 wurde der Turnverein 1884 wieder ins Leben gerufen.

Die Leitung lag damals in den Händen von Albert Bergmann, und Fritz Bergmann übernahm das schwierige Amt des Oberturnwartes.   Die Anfänge waren noch recht bescheiden.  Der Turnbetrieb sowie das Vereinsleben begannen zögernd und unter Schwierigkeiten, zumal die Turnhalle noch im Besitz der Gemeinde war. Albert Bergmann war einer jener langjährigen treuen Mitglieder, durch deren großen Einsatz ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben wurde.  Er leitete die Vereinsgeschicke als 1. Vorsitzender bis 1957.  Seinen Bemühungen ist es zu verdanken, daß die Turnhalle 1951 wieder in Vereinsbesitz überging.  Es war die Voraussetzung, eigenständige Veranstaltungen in der Halle abzuhalten und einen regelmäßigen Turnbetrieb zu ermöglichen.  Mit Eifer gingen die Mitglieder an die Renovierung ihrer Halle, die nun von neuem zum Mittelpunkt des Vereinslebens wurde.

Unter der Leitung von Josef Zimmermann gründete man den Spielmannszug wieder, der ab Mai 1951 mit den Übungsstunden begann.  Die Verbindung mit den Turnvereinen der Umgebung wurde aufgenommen und bald bestanden wieder die alten freundschaftlichen Beziehungen.

 

Die wachsame und sparsame Wirtschaftsführung des 1. Vorsitzenden ermöglichte den sich stetig weiterentwickelnden Sportbetrieb zu finanzieren.  In den fünfziger Jahren beteiligten sich etwa 10 Turner, 15 Turnerinnen, 20 Schüler und 45 Schülerinnen regelmäßig an den Übungsstunden.  Dem Verein gehörten zu dieser Zeit etwa 180 Mitglieder an.  Als größter turnerischer Erfolg ist der 16.   Platz von Fritz Bergmann und der 37.   Platz seines Sohnes Egon beim Deutschen Turnfest in Hamburg zu erwähnen.  Der Spielmannszug wurde in d(,n darauffolgenden Jahren in der näheren und weiteren Umgebung immer mehr bekannt.

Turnriege im Jahr 1954 :  Riegenführer Fritz Bermann, Rudolf Riedl, Egon Bergmann, Paul Heinz Bermann, Egon Braun, Oskar Bohländer, Heinz Funk, Hilmar Börner

Zu jener Zeit verspürte man auch im Turnverein einen Umbruch der geistigen Einstellung zum Sport.  Mit dem Angebot des althergebrachten Geräteturnens war die Jugend nicht mehr zu begeistern.  Die aus der Vergangenheit überholte Tradition eines reinen Männerturnvereins wurde beiseitegeschoben und man suchte gesellschaftliche verbindende Ballspiele.  Oberturnwart Karl Rollmann erkannte diesen Trend der Jugendbewegung und es kam zur Gründung der Tischtennisabteilung im Jahr 1956.

1957 entstand eine Wende in der Vereinsführung.  Josef Kunkel wurde zum 1. Vorsitzenden durch die Jahreshauptversammlung gewählt.  Albert Bergmann setzte all seine Kraft in die Geschäftsführung des Vereins. yes">  Durch die rege Betriebsamkeit im Sport als auch die

Am 16.10.1973 wurde der Bauplan vom Landkreis Hanau genehmigt, wobei der Finanzierungsplan Investitionen in Höhe von 330.000 DM auswies.  Diese Summe belastete den Verein sehr stark, denn bis auf Zuschüsse von 61.000 DM mußten Eigenmittel bzw.  Fremdkapital aufgenommen werden. Nach der Genehmigung des Bauplans wurden die Maßnahmen eingeleitet und im Jahre 1983 mit der Dachumdeckung abgeschlossen.  Dazwischen lagen Kellerausbau, An- und Umbau des Seitengebäudes, Sanierung der Heizungsanlage, Renovierung der Außenanlagen, Entfernen der Hallenstützen und freitragende Konstruktion im Dachgeschoß, Modernisierung der Toilettenanlage, Bau eines Abstell- und Gerätegebäudes hinter der Halle, Installierung eines Jugendraumes im Dachgeschoß, Garderobenrenovierung, Bühnengestaltung, Installierung neuer Türen und Fenster.  Auch eine Innenrenovierung war erforderlich, um die Halle für Veranstaltungen attraktiv zu halten, denn die immens hohen Kosten für Unterhaltung der Halle und Sportbetrieb können nicht nur durch Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse, sondern müssen zum größten Teil durch Wirtschaftsbetrieb aufgebracht werden.

Nach Abschluß all dieser Maßnahmen kann der Verein bei seinen Veranstaltungen den Gästen ein echtes Schmuckkästchen präsentieren, hat aber an den Folgen der Finanzierung schwer zu tragen.  Im Großkrotzenburger Veranstaltungskalender besitzen die Termine des Turnvereins, wie Erwachsenendiscos, Äppelwoifest, Faschingsbälle etc. einen guten Ruf.

In sportlicher Hinsicht erhielt der Verein durch den Bau der Großsporthalle im Jahr 1971 große Impulse.  Die Handballabteilung, gerade aus der A-Klasse abgestiegen, konnte ihre Jugendarbeit stark forcieren.  Die Früchte konnte man ab dem Jahre 1978 ernten, als die 1. Mannschaft stark verjüngt wurde.  Von da an ging es stetig bergauf, mit dem Wiederaufstieg 1983 wurde ein Höhepunkt erreicht.  Die Gründung der Judoabteilung wurde erst durch diese Sportstätte ermöglicht.  Daß für diese Sportart ein enormer Nachholbedarf bestand, ist durch den großen Zuspruch, der von Beginn an erfolgte, erwiesen.   Besonders im Jugendbereich sind auch schon tolle Erfolge erzielt worden.

Ebenfalls in der großen Sporthalle trainiert die Volleyballabteilung, die auch für die älteren Mitglieder die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung bietet.  Jahrelang wurde hier jedoch die Nachwuchsarbeit vernachlässigt, erst im Jahr 1983 wurde hier ein Versuch gestartet, der prächtig einschlug.  Auch den Hausfrauen unter Leitung von Rosemarie Bonewitz sind hier sehr gute Bedingungen gegeben.

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Handballer 1957 :  Alfons Rollmann, Gerhard Sikora, Reinhold Keim, Aribert Kelm, Paul Heinz Bergmann, Werner Huth, Klaus Ballmann, Bruno Morawetz, Norbert Bergmann, Egon Bergmann, Weiß, Josef Brehm, Helmut Eltner

Die verbesserten Bedingungen in der vereinseigenen Halle bedingten den Aufschwung der Tischtennisabteilung, der 1982 im Aufstieg der 1. Mannschaft in die Gruppenliga gipfelte.  Da finanzielle Zuwendungen nicht erfolgen können, liegt die Zukunft dieser Abteilung in einer forderten Nachwuchsarbeit.  Auch die Jazzgymnastinnen sind hier sehr zufrieden.  Mehr als 100 Mitglieder, meist weiblichen Geschlechts, wirken hier begeistert mit.

 

Die Turnabteilung ist nicht mehr wie in den Anfangsjahren des Vereins die Hauptabteilung, doch auch hier hat der Turnverein eine große Palette zu bieten.  Diese reicht von der Übungsgruppe Mutter + Kind über verschiedene Altersstufen hin zum Leistungsturnen.  Die jüngsten Kinder des Vereins sind die Badminton- und die Basketballabteilung.  Schon ein Jahr nach der Gründung nahmen die Badmintonspieler, denen Abteilungsleiter H. Böhme vorsteht, den Spielbetrieb in der Verbandsrunde auf.  Derzeit erhofft man sich durch eine gute Jugendarbeit weiteren Aufschwung.  Dem Basketball im Turnverein haben sich seit einem halben Jahr junge Damen verschrieben.  Durch intensives Training bereiten sie sich auf den Einsatz in der Verbandsrunde vor.

 

In insgesamt 12 Abteilungen gliedert sich im Jubiläumsjahr 1984 der Turnverein 1884 Großkrotzenburg. Über 900 Mitglieder nehmen ein Angebot wahr, welches den größten Verein der Gemeinde auch über die Ortsgrenzen hinaus bekannt macht.  Qualifizierte Übungsleiter und viele, viele ehrenamtliche Mitarbeiter sorgen für einen reibungslosen Ablauf dieser umfangreichen Palette.  Jede einzelne dieser Abteilungen wird sich im Jubiläumsjahr mit einer eigenen Veranstaltung präsentieren und so zu einem würdigen Jubiläum beitragen.

Als am 11. 7. 1958 im Turnverein eine Abteilung "Handball" gegründet wurde, so war das eng verbunden mit Planung und Bau des damaligen Sportgeländes am Oberwald.  Doch schon vorher wurde von vielen Handballinteressierten dieser Sport bereits betrieben.  Nun, als es möglich war, Handball auf eigenem Sportgelände zu spielen, entwickelte sich die Mannschaft denn relativ schnell.  Nach und nach begann ein reger Sportbetrieb, wobei man allerdings auch nicht vergessen sollte, daß so mancher Handballer sich auch als guter Leichtathlet betätigte.

Bald nach Gründung der Abteilung wurde auch mit aktiver Jugendarbeit begonnen, die bis heute der Grundstein des Erfolges dieser Abteilung ist.

Trotz vielfacher Schwierigkeiten - Sporthallen, wie wir sie heute haben, gab es ja bei weitem nicht - konnte im Jahre 1966 die erste Meisterschaft in der Hallen-C-Klasse gefeiert werden.  Im 10.  Jubiläumsjahr wurde dann die Feldmeisterschaft der B-Klasse errungen.  Mitte der siebziger Jahre wurde dann das Feldhandballspiel auf Eis gelegt.

Erste Mannschaft 1958 : Weiß. Paulheinz Bergmann, Oskar Bohländer, Walter Bergmann, Werner Huth, Klaus Ballmann, Helmut Eltner, Egon Braun, Bruno Morawetz, Günter Noll, Norbert Bergmann, Aribert Kelm

Bedingt durch einen gewissen Generationswechsel mußte dann der Abstieg aus der Hallenkreisklasse verkraftet werden.  Fünf Jahre lang stand am Ende der Runde die 1. Mannschaft dann immer auf dem undankbaren zweiten Tabellenplatz, bis dann 1983, dem Jahr des 25-jährigen Bestehens die Meisterschaft der B-Klasse und der damit verbundene Aufstieg in die Kreisklasse geschafft werden konnten.

Auch unsere aktive Damenmannschaft, die in der B-Klasse spielt, kann sich mit ihren Erfolgen sehen lassen.

  Als Fazit kann man feststellen, daß heute etwa 50 Jugendliche und 40 Erwachsene ihren Handballsport im Turnverein betreiben.  Die durchweg ausgebildeten Trainer sowie Mannschaftsbetreuer aus eigenen Reihen und ein Schiedsrichter-Team garantieren einen reibungslosen sportlichen Ablauf.  Auch auf sportlich-kulturellem Gebiet sind die Handballer aktiv.  So pflegt man seit über 10 Jahren eine Partnerschaft mit Handballfreunden aus Acheres, die in regelmäßigen Besuchen und Spielen zum Ausdruck kommt.

Dank sei an dieser Stelle allen gesagt, die seit der Gründung der Handballabteilung vor nunmehr fast 26 Jahren mit dazu beigetragen haben, daß Handball auch heute noch im Turnverein seine Heimat hat.  Wenn Kameradschaft und Geselligkeit, so wie in der Vergangenheit und Gegenwart auch in Zukunft fortbestehen, wird daß Handballerlied "ja, ja die Meisterschaft muß her" wohl noch recht lange erklingen. (Artikel von 1984)

Aufstieg in die Kreisklasse A : Gerd Riedel, Detlef Mayer, Karl Pitterling, Uwe Riedel, Rainer Bergmann, Manfred Koch, Klaus Schaak, Tino Heimberger, Norbert Bergmann, Frank Bonnewitz, Mattias Meub. Dieter Bergmann

Der Spielmannszug des Turnvereins 1884 e. V. wurde im Mai 1951 wiedergegründet.  Josef Zimmermann aus Kahl übernahm 1951 die Funktion des Übungsleiters und brachte durch seinen Idealismus einen raschen Aufschwung.  Selbst ein bedauerlicher Unfall konnte seinen Einsatz nicht bremsen.  Bei einem größeren Auftritt zur damaligen Zeit in Seligenstadt passierte folgende Anekdote:

Herr Zimmermann dirigierte den Anfang eines Musikstückes, der Paukenschläger hatte seinen ersten Einsatz, und schlug gekonnt schon beim ersten Schlag das Fell der Pauke entzwei.  Wie peinlich das allen Spielleuten war, kann ein jeder verstehen.

Unter der Stabführung von Albert Saul und Günter Ehrenhart war unser Spielmannszug eine begehrte Zugnummer für Vereinsfeste in der näheren Umgebung.  Einige Feste seien hier erwähnt:1934 Sängerfest unseres Volkschores, 1935 Landesturnfest in Darmstadt, 1956 Hessische Ausscheidungskämpfe der Spielleute in Langenselbold, bei denen sogar der erste Preis errungen wurde.

Herr Klasser aus Mühlheim (M), der einige Zeit als Übungsleiter fungierte, erlernte uns den Großen Zapfenstreich, den wir im Jahre 1958 mit der Kapelle Neußes in unserer TV-Turnhalle zum ersten Mal zum Besten gaben

1959 zur Gründung des Spielmannszuges Kleinwelzheim, waren wir auf Einladung der Ortsbürger für drei Tage jenseits des Maines privat untergebracht.

Nach einer kurzen Pause 1966 ging es unter der Leitung von Herrn Neudecker, Großauheim, wieder weiter.  Danach folgte Horst Wenzel aus Kleinostheim, mit dem wir 1971 bei unserem zwanzigjährigen Gründungsfest den großen Zapfenstreich seit langer Zeit wieder aufführten.  Als Festhöhepunkt konnte man den Auftritt der Südweststarparade mit Heino u. a. bezeichnen.

Mit unserem derzeitigen Übungsleiter Berthold Mangelmann entstand ab 1973 ein neuer Trend innerhalb der Abteilung  Neben der üblichen Instrumentenausrüstung eines Spielmannszuges wurden neu angeschafft: Tenorhörner, Bäße und Flügelhörner, die harmonisch einen ausgezeichneten Klangkörper ergaben.

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Spielmannszug zur zeit der Gründung 20er Jahre

Nach der Anschaffung einer neuen Uniform, beschloß man auch in der Abteilung, sich in der Zukunft als Musikzug zu bezeichnen. Mit der Beteiligung an der Heimatschallplatte 1981 sowie bei der Gestaltung vieler Frühschoppen bei Festveranstaltungen nimmt der Musikzug einen hohen Stellenwert in der kulturellen Szene von Großkrotzenburg ein.

Kaum jemand, der 1964 das Angebot des TV annahm, jedermannsturnen zu betreiben, hätte je daran gedacht, daß sich aus dieser Abteilung einmal die Volleyballabteilung entwickeln würde.  Denn es wurde fleißig Gymnastik betrieben, man übte auch an verschiedenen Turngeräten und jede Übungsstunde klang mit einem kleinen Ballspiel, meistens Fußball mit "Bande", aus. Übungsleiter des damaligen Jedermannsturnen war Klaus Schmidt. Etwa ein Jahr später, 1965, spielte man plötzlich "lndiaca".  Niemand kann sich heute genau erinnern, wer dieses neue Spiel ins Jedermannsturnen einbrachte.   Aber noch einige der heute aktiven Volleyballspieler erinnern sich noch gerne an dieses Spiel - bei dem eine mit Federn versehene Lederkugel von zwei Parteien über ein hochgespanntes Seil mit der flachen Hand gespielt wird und nicht den Boden des eigenen Feldes berühren darf.  Im Nachhinein betrachtet, eine ideale Vorübung zum Volleyballspiel, dem derselbe Spielgedanke zugrunde liegt und das sich nur durch die schwierigere Technik von "lndiaca" unterscheidet. Folgerichtig begann man etwa ein Jahr später, 1966, mit dem Volleyballspiel.  Außer leichten Aufwärmübungen zu Beginn jeder Stunde widmete man sich nur noch diesem Spielgedanken - die Volleyballabteilung entstand.  Aber nach wie vor blieb der Gedanke des Jedermannsturnens erhalten.  Man betrachtete das Volleyballspiel als Ausgleichssport, der Leistungsgedanke beschränkte sich nur darauf, daß jeder Spieler möglichst besser spielen wollte als der andere.  Dieser Trend ist heute noch gültig, auch wenn bei dem fortgeschrittenen Alter vieler Mitglieder zum Ehrgeiz ein Schuß Humor hinzukommt. Seit knapp 20 Jahren ist die Volleyballabteilung eine Stütze des TV.  Dies bewiesen ihre Mitglieder durch häufigen Einsatz für den Verein.  Außerdem wurde der Name des TV 1884 vielen anderen Vereinen bekannt, wenn man Turniere bestritt oder Freundschaftsspiele austrug.  Manche hervorragende Placierung wurde dabei erzielt. Neuerdings steckt man viel Engagement in den Aufbau einer Jugendgruppe.  Viele hoffnungsvolle Talente befinden sich darunter.  Sie werden dazu beitragen, daß die Volleyballabteilung weiterlebt.

Am Abend des 20.01.2018 findet für alle aktiven Miglieder ein gemeinsames Essen in der Gaststätte

 

Taverna Maria

Vosswaldstraße 3

Hanau-Großauheim

 

Im Hanauer Anzeiger stand neulich folgender Bericht über die Gaststätte Taverna Maria:

 

Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend!

Anfang der 50er Jahre spielten in der TV-Turnhalle viele Jugendliche nach Übungsstunden noch Tischtennis.  Hier erkannte Oberturnwart, Karl Rollmann, eine Möglichkeit, Jugendliche für den Turnverein zu gewinnen, denn das starre, traditionsgebundene Geräteturnen zog nicht mehr. 1956 berief Karl Rollmann eine Gründungsversammlung ein, in deren Verlauf für die Aufnahme des TT-Sports votiert wurde.  Zunächst wurde auf selbstgebauten Platten trainiert, 1 956/57 nahm man erstmals an Verbandsspielen teil und errang auf Anhieb die Meisterschaft in der B-Klasse.> Damals wurden die meisten Fahrten zu Auswärtsspielen auf dem Fahrrad angetreten.

Nach einem Rückschlag zu Beginn der 60er Jahre begann ein erfolgreicher Neuaufbau, der einen tollen Aufschwung und nach begeisterndem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der TG Lämmerspiel den Aufstieg in die Bezirksklasse brachte.

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Erste Mannschaft Tischtennis

Durch die Verpflichtung des indonesischen Nationalspielers Tatjesukmana als Trainer konnte man sich sehr verbessern und in die Bezirksliga aufsteigen.  Nach einer spannenden Saison 1981/82, in der erstmals Herr Tatjesukmana als Spieler mitwirkte, konnte man im letzten Spiel die Rivalen Steinfurth und Bruchköbel abschütteln und den Aufstieg in die Gruppenliga realisieren, in der die 1. Mannschaft auch 1984 noch spielt.  Weitere 3 aktive Männermannschaften betätigen sich in der A- bzw.  B-Klasse. Nach zweijähriger Pause konnte man auch wieder eine Damenmannschaft melden, die auf Anhieb in der B-Klasse um den Aufstieg spielt.  Im Jugendbereich kann man 3 Jugendmannschaften bzw. 2 Schülermannschaften melden, was für die Anziehungkraft des TTSports in Großkrotzenburg spricht.

Derzeit weist die Statistik der TT-Abteilung 60 Mitglieder, davon 25 Jugendliche aus. 10 aktive Mannschaften gehen an die Platten, in Zukunft will man durch eine weiterhin verstärkte Jugendarbeit eine Verjüngung der Männermannschaften herbeiführen.